Geschichte
Thermenregion | Weingut | Buschenschank
Thermenregion

Das sonnenreiche Gebiet südlich von Wien wird bereits seit mehr als 2000 Jahren als Rebland genutzt. Die ersten Aufzeichnungen finden sich um 1248. Etwa zur selben Zeit entstanden an den Schwefelquellen in und um die Siedlung Aquae, heute bekannt als Baden, mehrere römische Thermalbäder, nach denen die Region später benannt wurde.

Einen schweren Rückschlag erlitt der Weinbau der Region während der Türkenkriege des 16. und 17. Jahrhunderts, in deren Verlauf beträchtliche Rebanlagen vernichtet wurden. Für eine rasche Erholung sorgte nicht zuletzt der Deutsche Orden, der ab 1760 hier erstmals auch Blauburgunder-Reben pflanzte.

Im 13. Jahrhundert erhielt das Gebiet das Privileg des „Leutgebens“ also des Weinausschenkens. Damals kam auch der Brauch auf, mit einem Föhrenbuschen anzuzeigen, wer heurigen Eigenbauwein zum Verkauf anbot. Der ein- oder zweijährige Wein wurde verkauft, der ältere Wein diente dem Eigenbedarf, da er rasch an Qualität verlor.

Das Auftreten der Reblaus im Jahr 1887, stürzte die Weinbauern in eine schwere Krise. Die in Not geratenen Weinbauern, die sich die kostspielige und langwierige Umstellung auf resistente amerikanische Unterlagsreben nicht leisten konnten, gaben ihre Weingärten auf. Die aufgelassenen Weingärten, oft zu Spottpreisen verkauft, wurden der Parzellierung und anschließend der Verbauung zugeführt. Von 1880 bis 1912 ging die Weinbaufläche um 38 %, von 248 ha auf 154 ha, zurück. Dieser Rückgang wurde nach dem Ersten und vor allem aber nach dem Zweiten Weltkrieg minimierte die Weingartenfläche in Perchtoldsdorf, so dass sie heute nur noch rund 14% des gesamten Gemeindegebietes beträgt.

Weingut & Buschenschank

Die vergangenen Jahre waren für unser Weingut von großen Veränderungen geprägt. Nach außen am deutlichsten sichtbar ist der Neubau unseres Weinguts in der Vierbatzstraße 5. Damit wurden meine Ansprüche an eine qualitativ hochwertige und zeitgemäße Kellerwirtschaft erfüllt, die nur mit einer modernen, kellertechnisch bestens ausgestatteten Produktionsräumlichkeit erreicht werden kann.
Bei der Planung und der Errichtung des Gebäudes sind nicht nur Gesichtspunkte moderner Kellerwirtschaft, sondern auch die harmonische Integration des modernen Gebäudekonzeptes in die Landschaft, durch geeignete Wahl von Form, Farbe und Material im Mittelpunkt gestanden.

Mit dem Bau des Weinguts, haben wir auch eine Möglichkeit geschaffen, mit weininteressierten Menschen in Kontakt zu treten. Der Verkostungsraum, der für unsere Gäste jeweils montags ab 18.00 Uhr geöffnet ist und sich bestens für Veranstaltungen und Weinevents eignet.

Seit 2005 führt meine Frau Helene, einen der gemütlichsten Heurigen der Thermenregion in der Kunigundbergstraße 57. Eine traditionelle Buschenschank mit romantischen Gastgarten und einer Bauernstube, wo nebst den ausgezeichneten Naturweinen des Weinguts auch allerlei hausgemachte Leckereien meiner Frau Helene gibt.